Löschzug Bereitstellung

Datum: 11. April 2019 
Alarmzeit: 21:04 Uhr 
Dauer: 1 Stunde 26 Minuten 
Art: Löschzug 
Einsatzort: Fredenberg 
Mannschaftsstärke: 1/8 
Fahrzeuge: Kdow LBZ West, TSF-W1200 
Weitere Kräfte: A-Dienst, FF-Lebenstedt, FF-Lichtenberg, Polizei, Rettungsdienst 


Einsatzbericht:

Aufgrund eines Polizeieinsatzes in der Einsteinstraße wurden wir zusammen mit den Ortsfeuerwehren Lichtenberg und Lebenstedt als Löschzug alarmiert um in der nähe der Einsatzstelle in Bereitstellung zu gehen. Wir besetzten neben unserem Fahrzeug auch noch das Einsatzleitfahrzeug des LBZ West und stellten den Zugführer.
Während der Bereitstellung kam es zu keinen Folgeeinsätzen.


Quelle Salzgitter Zeitung Newsticker 12.04.19/ 09:37 Uhr: ->

Salzgitter. : Nach SEK-Einsatz in Salzgitter – weiterer Toter entdeckt
In Salzgitter-Fredenberg ist bei einem Einsatz von Spezialkräften der Polizei am frühen Donnerstagabend ein Mann ums Leben gekommen. Dem voraus ging eine stundenlange Bedrohungslage, deren Umstände bis zum Abend noch extrem unklar waren. Auf Nachfrage unserer Zeitung teilte die Polizei Salzgitter am Freitagmorgen mit, dass die Ermittlungen noch andauern. Die Beamten seien dabei die Zusammenhänge zu klären.

Der Mann hielt sich der Polizei zufolge am späten Nachmittag in einer Wohnung von Bekannten auf, die er bedroht haben soll. Darunter befand sich nach Aussagen von Anwohnern eine Frau mit ihrem Kind, die jedoch über den Balkon aus der Wohnung im Erdgeschoss eines großen Wohnblocks fliehen konnten.

Der Mann verbarrikadierte sich in der Wohnung

Sie hatten bereits die Polizei informiert, erste Uniformierte waren offenbar gegen 15.30 Uhr vor Ort. Es hieß, der Mann sei im Besitz einer Schusswaffe und habe davon bereits Gebrauch gemacht, es sollte einen Verletzten geben. Ob dies tatsächlich so war, ließ sich bis in den späten Abend nicht verifizieren.

Daraufhin wurde ein Spezialeinsatzkommando (SEK) hinzugezogen. Beamte sperrten den Bereich nahe des Schulzentrums am Fredenberg weiträumig ab. Der Mann verbarrikadierte sich in der Wohnung. Versuche der Kontaktaufnahme gestalteten sich „schwierig“, schilderte ein Beamter unserer Zeitung. Schließlich stellte man fest, dass sich neben dem Mann keine weiteren Personen in der Wohnung befanden.

Mann soll Kräfte des SEK bedroht haben

Das SEK versuchte einen Zugriff, offenbar weil man befürchtete, der Mann könnte einen sogenannten „Suicide by cop“ anstreben, den indirekten Selbstmord durch die Kugel eines Polizisten. Als die Polizisten vorrückten, soll er die Kräfte des SEK bedroht haben, die daraufhin Gebrauch von der Schusswaffe machten. Einer dieser Schüsse ist im Video zu hören. Ein Notarzt versuchte vergeblich, den Mann zu reanimieren.

Ob der Getroffene seine Waffe zuvor abgefeuert hatte, war am Abend noch unklar. Gegen 19.10 Uhr rückten die Spezialkräfte ab. Die Anwohner durften zurück in ihre Wohnungen.

SEK-Einsatz in Salzgitter-FredenbergErmittlungen laufen auf Hochtouren

Bei dem Toten soll es sich nach Informationen unserer Zeitung um einen im Quartier bekannten Drogenkonsumenten gehandelt haben. Ob er zum Zeitpunkt der Bedrohung unter dem Einfluss von Rauschmitteln stand, ist offen. Er lebte offenbar wenige hundert Meter vom Tatort entfernt. Dort liefen im Anschluss weitere Ermittlungen durch das für Tötungsdelikte zuständige Fachkommissariat der Polizei Salzgitter. Es kursierten zudem Gerüchte, der Erschossene könnte vor der Bedrohung jemanden ermordet haben. Aussagen hierzu gab es von der Polizei bislang keine.

Polizei evakuiert Wohnhaus

Gegen 21 Uhr evakuierte die Polizei dann das Mehrfamilienhaus, in dem sich die Wohnung des erschossenen Täters befindet. „Wir sind zuvor auf einen bewaffneten Mann getroffen und wussten dementsprechend nicht, was uns hinter der Wohnungstür erwartet“, sagte Polizeisprecher Thorsten Ehlers. „Die Evakuierung erfolgt präventiv zum Schutz der Bewohner.“ Zuvor soll es Hinweise auf Sprengstoff gegeben haben, die sich nicht bewahrheiteten.

Jedoch stieß die Polizei im Rahmen dieser Durchsuchung gegen 21:30 Uhr auf die Leiche einer männlichen Person. Zu den Gesamtumständen, insbesondere zur Todesursache, machten die Ermittler zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben.

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